Faktendaten zum Kunstwerk „Herz Denker“
Gesamtgewicht des Kunstwerks: ca. 2,7 kg
Gesamthöhe vom Boden bis zur höchsten Stelle: ca. 93 cm
Grundfläche: ca. 30 × 30 cm
Durchschnittliche Höhe der Figuren: ca. 10 cm
Materialien und Konstruktion:
Die Bodenplatte sowie die obere Baumplatte bestehen aus recyceltem Holz eines alten Möbelstücks. Der zentrale, rot gefasste Standfuß ist ein umfunktionierter IKEA-Tischfuß. Die Baumstruktur und die Figuren wurden aus handmodelliertem Pulp gefertigt – einer Papiermasse aus Altpapier und Leim. Die farbliche Gestaltung erfolgte mit herkömmlicher Farbe.
Die Herzdenker sind stille Figuren des fühlenden Bewusstseins. Die kleinen weißen Püppchen entstanden jeweils in Momenten des Innehaltens, wenn ich im Stewuki-U-Boot saß und nachgedacht habe. Jede Figur trägt ein rotes Herz sichtbar auf dem Rücken – als Zeichen dafür, dass ihre Gedanken nicht nur im Kopf entstehen, sondern aus Empathie und innerer Wahrnehmung wachsen. In ihrer reduzierten Form stehen sie für den universellen Menschen: verletzlich, offen und verbunden. Gemeinsam verkörpern die Herzdenker die Idee, dass wahres Verstehen dort beginnt, wo Denken und Fühlen eins werden.
Dieser grüne Aufstellbaum wirkt wie ein erstarrter Moment des Wachsens. Aus einer kompakten Basis erhebt sich ein Stamm, der sich tastend in den Raum verzweigt, als würde er nach Möglichkeiten greifen. Seine unebene, fast erdige Oberfläche trägt die Spuren des Formens und erinnert daran, dass Wachstum kein glatter Prozess ist, sondern aus Reibung und Verdichtung entsteht.
Die runden Plattformen erscheinen wie natürliche Auswüchse – kleine Ruhepunkte, die aus dem Stamm hervorgehen wie Gedanken aus einem Ursprung. Jede Ebene ist ein Versprechen von Balance: getragen vom selben Kern, aber offen in verschiedene Richtungen. Der Baum wird so zu einem Bild innerer Struktur – einer Architektur, die trägt, ohne zu erzwingen.
In seinem intensiven Grün liegt eine stille Energie. Es ist die Farbe des Werdens, des Anfangs und der fortlaufenden Erneuerung. Der Aufstellbaum steht damit für ein inneres Gelände, auf dem Ideen wachsen können: ein sichtbares Gerüst für das Unsichtbare, das Denken und Fühlen miteinander verbindet.
„Herz Denker“ ist ein vielschichtiges Skulpturenensemble, das Denken, Fühlen und Wachstum in eine poetische Raumstruktur übersetzt. Es verbindet nachhaltige Materialität mit einer tiefen, organischen Bildsprache und führt Betrachter*innen in einen inneren Denkraum, in dem Empathie und Bewusstsein sichtbar werden.
Form und Aufbau
Das Werk erhebt sich auf einer kompakten Grundfläche von ca. 30 × 30 cm und erreicht eine Höhe von knapp 93 cm. Sein Gesamtgewicht liegt bei rund 2,7 kg. Die Basis und die obere Baumplatte bestehen aus recyceltem Holz eines alten Möbelstücks. Die zentrale vertikale Achse – ein roter, umfunkionierter IKEA-Tischfuß – verbindet Boden und Baum und schafft einen fast altarartigen Eindruck.
Aus dieser Achse wächst eine baumartige Skulptur mit mehreren runden, plateauartigen Ebenen, die wie natürliche Schritte in den Raum weisen. Diese Ebenen tragen eine Reihe kleiner Figuren und strukturieren das Werk in eine klare vertikale Bewegung.
Material und Gestaltung
Die Baumstruktur und die Figuren wurden aus Pulp gefertigt – einer Papiermasse aus Altpapier und Leim, die in Handarbeit aufgebaut wurde. Diese handmodellierte Oberfläche zeigt Spuren des künstlerischen Prozesses: unregelmäßig, lebendig, organisch. Die Farbgebung besteht aus lebendigen Grün-, Weiß- und Rottönen – eine reduzierte, aber wirkungsvolle Palette, die symbolisch aufgeladen ist.
Die Herzdenker-Figuren
Die weißen, reduzierten Figuren stehen auf den Plattformen wie gedankliche Protagonist*innen. Sie tragen jeweils ein leuchtend rotes Herz auf dem Rücken – kein Ornament, sondern Ausdruck innerer Beweggründe: Gefühle als Träger von Erkenntnis. Die Herzdenker entstanden in Momenten des Innehaltens, während die Künstlerin im „Stewuki-U-Boot“ saß und nachdachte. Jeder einzelne ist ein Gedanke, der aus Empathie und innerer Wahrnehmung gewachsen ist.
Gedankliche Tiefe und Bedeutung
Der grüne Aufstellbaum fungiert nicht als realistischer Naturbaum, sondern als innere Struktur des Denkens. Seine Ebenen markieren Stationen eines inneren Prozesses – Orte, an denen Gedanken gehalten, verbunden und weiterentwickelt werden. Die Herzdenker, verteilt über diese Ebenen, verkörpern individuelle Denkbewegungen, zugleich aber auch ein relationales Miteinander.
In „Herz Denker“ wird Denken nicht als rein kognitiver Vorgang verstanden, sondern als ganzheitlicher Prozess, der dort beginnt, wo Herz und Verstand nicht getrennt sind.